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Weitere Schritte der Synodenumsetzung –

Vorbereitung beginnt am 01.01.2021

In der Pressekonferenz des Bistums Trier vom Freitag, dem 20.11.2020 stellten Bischof Ackermann, Direktorin Schabo und Generalvikar von Plettenberg vor, wie es nach dem gescheiterten Masterplan rund um die „Pfarrei der Zukunft“ im Bistum weitergehen soll.

Bischof Ackermann machte zu Beginn der Konferenz deutlich, dass die Perspektivwechsel und die pastoralen Impulse der Synode, wozu auch die weiten pastoralen Räume und die Vernetzung darin sowie die kollegiale Leitung und geteilte Verantwortung zählen, auf jeden Fall weiter gelten und umgesetzt werden sollen. Dabei setzt das Bistum jetzt auf Fusionen der Pfarreien und die Errichtung von Pastoralen Räumen. In längstens vier Jahren sollen die Pfarreien, vorwiegend die einer Pfarreiengemeinschaft fusionieren und es sollen ungefähr 35 Pastorale Räume gebildet werden, die die Grenzen der „Pfarreien der Zukunft- PdZ“ haben sollen. Für die jetzige Pfarreiengemeinschaft Schmelz hieße das: die fünf Pfarreien Außen, Bettingen, Gresaubach, Hüttersdorf, Limbach fusionieren zu einer Pfarrei Schmelz und bilden mit den dann fusionierten Pfarreien Lebach, Eppelborn und Uchtelfangen einen „Pastoralen Raum“. Jede Pfarrei hat einen Pfarrer und für den Pastoralen Raum setzt der Bischof ein Leitungsteam ein. Die Vermögensebene ist folgendermaßen gedacht: Jede Pfarrei ist eine Kirchengemeinde und der Pastorale Raum ist ein Kirchengemeindeverband.

Direktorin Schabo erläuterte den Einsatz des Pastoralen Personals: es soll beim Pastoralen Raum angestellt sein, aber einen festen Einsatzort in einer Pfarrei haben. Die inhaltliche Umsetzung der Synodenbeschlüsse, die bereits von Arbeitsgruppen konkretisiert wurde, soll energisch angepackt werden. Dabei wird es Unterstützung und Koordination vom Synodenbüro geben, die Initiative soll aus den Pfarreien kommen. Bis Ostern 2021 verspricht die Direktorin Handlungsanregungen.

Die Ehrenamtlichen sollen weiterhin in Gremien auf Pfarreiebene und im Pastoralen Raum mitarbeiten. Dazu sind Ende 2021 Neuwahlen geplant. Generalvikar von Plettenberg zeigte die Schritte des Plans auf: die Vorbereitungszeit beginnt im Januar 2021. Er unterstrich das Neue am jetzigen Vorgehen: die Rahmenbedingungen werden vom Bistum gesetzt und sollen dadurch Sicherheit geben, es ist eine Flexibilität durch unterschiedliche Entwicklungspfade gegeben und es soll ein eigenes Entwicklungsprogramm für jeden Raum geben. Das bedeutet, dass das Bistum vorgibt, dass fusioniert werden muss und es Pastorale Räume geben wird, aber auf die Bedingungen vor Ort schaut und mit den Menschen nach einem guten Weg innerhalb der Rahmenbedingungen sucht. Der Start von Fusionierung und Errichtung von Pastoralen Räumen ist ab dem 01.01.2022 geplant und hat eine Übergangszeit von vier Jahren, Ende 2025 sollte die Strukturreform also abgeschlossen sein.

Generalvikar von Plettenberg erklärte zum Schluss, dass diese Veröffentlichung die großen Linien enthält, da noch nicht alle Details geklärt sind. Er kündigte zielgruppenorientierte Infos an.

Den Pressebericht des Bistums können Sie hier lesen:

https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/pastoral-und-kirchliches-leben-neu-ausrichten-und-weiterentwickeln/

Dort finden Sie auch die Statements von Bischof Ackermann, Direktorin Schabo und Generalvikar von Plattenberg im Wortlaut.

im PDF-Format zum Herunterladen:


Bischof ließ sich wieder beraten

Ergebnisse der Beratungen zur Vorlage in Rom

Die Beratungen der Führungsebene des Bistums mit den diözesanen Gremien, Vertretern der Berufsgruppen, der Mitarbeitervertretungen auf reale und digitale Weise am Samstag, dem 05.09.2020 ergaben eine erste Richtungsbestimmung. Ein Zwei-Ebenen-Modell mit (fusionierten) Pfarreien und einem „pastoralen Raum“ in der Größe der ehemals angedachten „Pfarreien der Zukunft“ ist die vom Bistum favorisierte Variante. Weite und Nähe sollen dann die sich ergänzenden Leitsätze in der Pastoral sein. Außerdem soll die inhaltliche Synodenumsetzung zeitnah beginnen, bzw. weitergeführt werden. Die Freiwilligkeit der Fusionierung der Pfarreien und eine zwar bald festzulegende aber längerfristige Zeitschiene wurde von den Beraterinnen und Beratern gefordert. Mit diesen Empfehlungen wird die Bistumsleitung sich an Rom wenden, um die weiteren Schritte zu besprechen.
Im Januar 2021 sollen das Zielbild und die Zeitschiene festgelegt sein.

 

Bischof ließ sich nach den Gesprächen mit "Rom" von vielen Gremien und Personen beraten

Wie geht es weiter mit der Synodenumsetzung?

Weitergehen im Sinne der Einheit im Bistum
„Die Synode mit ihren Beschlüssen steht nicht in Frage. Es geht um einen bestimmten Teil ihrer Umsetzung, nämlich die Pfarreienreform.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei den Beratungen zum weiteren Weg der Synodenumsetzung von am Mittwoch, dem 17.06.2020, bis am Freitag, dem 19.06.2020, betont. Er und die Bistumsleitung waren mit den diözesanen Räten (Pastoralrat, Katholikenrat, Priesterrat und Kirchensteuerrat), den Dekanatsleitungen, den Führungskräften in Generalvikariat und Caritasverband, den designierten Leitungsteams und der Gesamtmitarbeitervertretung zusammengekommen, um über die Ergebnisse eines Gesprächs in Rom zu berichten und die nächsten Schritte zu diskutieren.
Dem Auftrag der Synode gerecht werden – Bedenken Rechnung tragen
Aufgrund der römischen Intervention vom November 2019 nach Beschwerden gegen den Erlass des Umsetzungsgesetzes (Oktober 2019) bleibt dieses weiterhin ausgesetzt; die bisher geplanten Modelle geben daher nur einen Zwischenstand wieder, die hier eher dokumentarisch wiedergegeben werden. Es finden Gespräche mit den römischen Behörden sowie Beratungen der diözesanen Gremien statt, wie die Ergebnisse der Bistumssynode weiter umgesetzt werden können.
Wie geht es weiter mit der Synodenumsetzung?
Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse
Einschränkungen:

  • 35 im Sinne des can. 515 errichtete Pfarreien und Kirchengemeinden soll es derzeit nicht geben.
  • Kollegiale Leitungsteams in den neuen Pfarreien im Sinne des vorgelegten Gesetzes soll es nicht geben.
  • Eine Kirchenentwicklung, die finanzielle, pastorale und personelle Planungen in einer neuen Pfarrei vereinbart, soll es in der bisher geplanten Weise nicht geben.

Neues Seelsorgekonzept:

Mögliche Option für eine neue Orientierung:

  • 35 Seelsorgeräume in den Grenzen der für die Pfarreien der Zukunft entwickelten Umschreibungen; (172) nach can. 515 errichtete Pfarreien (= die heutigen Pfarreiengemeinschaften, deren Pfarreien zu je einer Pfarrei und Kirchengemeinde fusionieren); Neuzuordnungen aufgrund der Raumgliederung sind zu bedenken;
  • unterschiedliche Leitungsmodelle in den Pfarreien, auch nach can. 517 § 2;
  • Leitungsteams mit leitendem Priester in den Seelsorgeräumen;
  • Delegation von Aufgaben an die Mitglieder erfolgt durch den Bischof;
  • wirtschaftliche Steuerung auf Ebene des Seelsorgeraums (der als Kirchengemeindeverband errichtet wird);
  • pastorale Entwicklung auf Ebene des Seelsorgeraums;
  • Anbindung des pastoralen Personals an den Seelsorgeraum;
  • Entwicklung synodaler Gremien aus Orten von Kirchen und den pfarrlichen Gremien auf Ebene des Seelsorgeraums.

Offene Punkte aus den Beratungen:

  • Sollten die Seelsorgeräume nicht besser Pastoralräume oder Dekanate heißen?
  • Wie ist das Verhältnis von Pfarrei und Seelsorgeraum zu gestalten?
  • Wie kann die pastorale Planung in einem Seelsorgeraum entsprechend der Synodenergebnisse gut gelingen?
  • Sind die angedachten Fusionen der heutigen Pfarreien freiwillig oder gesetzlich zu bestimmen?
  • Wie ist der Einsatz der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen Pfarrei und Seelsorgeraum zu organisieren?
  • Sollte dieser Schritt (Bildung von Seelsorgeräumen und Fusion auf 172) Pfarreien schnell erfolgen?
  • Hilft dieses Vorgehen, die Menschen mitzunehmen, die Sorge um ihre Pfarrei haben?
  • Hilft dieses Vorgehen, die Menschen mitzunehmen, die sich in den Pfarreien nicht heimisch fühlen?
  • Wie geht der Dialog in dieser Phase?
  • Wie kann das Bistum einen gemeinsamen Weg angesichts bleibender unterschiedlicher Positionen finden?
  • Wie können inhaltlich-pastorale Entwicklungen angesichts großer Strukturdebatten gefördert werden?

Die nächsten Schritte:

  • Beratungsphase 1 (hat jetzt stattgefunden)
  • Arbeitsphase
  • Ausarbeitung der Beratungsergebnisse,
  • Vorlage einer neuen Planung.
  • Beratungsphase 2
  • Nach der Sommerpause
  • Abstimmungen mit Rom
  • Umsetzungsschritte in 2021 und 2022 (abhängig von den Konkretisierungen)