Unsere Pfarrei der Zukunft kommt

- aber erst später

In ihrer Pressekonferenz und den dazu gehörigen Dokumenten haben Bischof Ackermann und Generalvikar von Plettenberg am Donnerstag, dem 10.01.2019 Überraschendes verkündet. Zum 01.01.2020 werden erst einmal 13 Pfarreien der Zukunft errichtet und zwar diejenigen, die bereits jetzt als Dekanat zusammenarbeiten. Die übrigen 22 Pfarreien der Zukunft folgen 2021 oder 2022. Da die Pfarrei der Zukunft Lebach Gebiete zweier Dekanate (Dillingen und Illingen) enthält, gehören wir nicht dazu.

Dadurch haben wir noch etwas mehr Zeit, uns auf das Kommende vorzubereiten, inhaltlich, wie strukturell.

Im Pfarrbrief und hier auf der Internetseite werden wir die folgenden Entwicklungen und Ergebnisse veröffentlichen.

Rätetreffen in der Pfarrei der Zukunft Lebach

Emotionen, Informationen, Wünsche

Etwa 100 Ehrenamtliche aus den Pfarrgemeinde und Verwaltungsräten und den Kirchengemeinderäten der vier Pfarreiengemeinschaften Eppelborn-Dirmingen, Lebach, Schmelz und Uchtelfangen sowie die Sekretärinnen und die Seelsorger und Seelsorgerinnen aus diesen Einheiten trafen sich am Mittwoch, dem 13.02.2019, in der Humes.

Die Seelsorger und Seelsorgerinnen hatten mit Dekanatsreferent Thomas Ascher (Dekanat Dillingen) diesen Abend vorbereitet. Er war als Angebot konzipiert, über die Entwicklung der Synodenumsetzung informiert zu werden, seine Gefühle dazu äußern und austauschen zu können, sowie Ideen für ein weiteres Vorgehen in diesem Raum zu entwickeln. Zu den Informationen gehörten die inhaltlichen Aussagen des Bistums zur Neuausrichtung der Seelsorge zu den Themen: „Orte von Kirche“ und „Rahmenleitbild“. Die danach folgenden Fragen der Ehrenamtlichen machten deutlich, dass es bis zur konkreten Umsetzung noch viel mehr Antworten von Seiten des Bistums geben muss, dass die Vakanz in Eppelborn-Dirmingen stärker in den Blick genommen werden muss und dass die Zeit bis zur Gründung der Pfarrei gut genutzt werden soll. Die Ehrenamtlichen gaben der Konferenz der Seelsorger und Seelsorgerinnen viele Anregungen und Wünsche mit auf den Weg, wie es weitergehen könnte, welche Chancen genutzt werden könnten, was nicht geschehen dürfte und was die Menschen jetzt bräuchten. Die Bandbreite lag gerade bei der letzten Frage von: „viel Begleitung“ über „lasst uns mal machen“ bis zur „Zeichnung eines Rings Lyoner“. Scherzbolde waren also auch anwesend, passend zur närrisch geschmückten Halle. Mittlerweile gab es bei den Veranstaltungen der Seelsorgerinnen und Seelsorger mit dem Bischof eine neue Information: es soll eine Steuerungsgruppe eingerichtet werden, die den Prozess bis zur Errichtung der Pfarrei lenken soll. Nähere Informationen dazu folgen.

Auch wenn die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Rätetreffens insgesamt nur mittelmäßig zufrieden mit der Veranstaltung waren, so ermöglichte sie doch ein erstes Kennenlernen und Voneinanderwissen, einiges an neuen Informationen sowie eine Ahnung von der Komplexität und Vielfalt in unserem zukünftigen neuen Raum. Dieses erstmalige Zusammenkommen so vieler Ratsmitglieder zeigte erfreulicherweise, dass ein hohes Interesse an der Zukunft unserer Kirche vor Ort vorhanden ist.

Für die Seelsorger und Seelsorgerinnen: Eva Gebel, Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Schmelz

Die Phase der formalen Anhörung beginnt

Aus diesem Grund lädt Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg alle Mitglieder der Räte zu Informationsveranstaltungen ein. – Anmerkung: Für die „Pfarrei der Zukunft Lebach“ findet diese am Samstag, dem 23.03.2019, im Pfarrsaal in Humes statt (Einladung s. unten).

Die Veranstaltungen dienen der Vorbereitung der kirchenrechtlich vorgesehenen Anhörung. Im Rahmen der Anhörung haben die anzuhörenden Gremien und Personen die Möglichkeit, umfassend zu den Themen Stellung zu beziehen.

Die Anhörung wird in folgenden Schritten von statten gehen:

  • Vorbereitung der formalen Anhörung: Die formale Anhörung wird durch eine Informationsveranstaltung in den Pfarreien der Zukunft vorbereitet.
  • Durchführung der formalen Anhörung: Der Entwurf zum Ersten Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013 bis 2016 wird Anfang April (15. Kalenderwoche) an alle anzuhörenden Gremien und Personen verschickt. Es wird eine Anleitung zur Form der Rückmeldung mitverschickt. Den Anzuhörenden wird eine Frist zur Rückmeldung bis zum 31. Mai (Ende der 22. Kalenderwoche) gegeben. Wichtig: Die Anhörung zum Gesetz findet zum angegebenen Zeitpunkt für alle Pfarreien der Zukunft statt, unabhängig davon, ob sie zum 01.01.2020 oder später errichtet werden.
  • Auswertung der Anhörung: Die Auswertung der Anhörung erfolgt im Juni.
  • Unterstützt wird das Bistum dabei durch ein unabhängiges Institut.
  • Die Auswertung der Anhörung wird veröffentlicht.
  • Überprüfung des Gesetzes: Die Bistumsleitung modifiziert oder korrigiert
  • gegebenenfalls den Entwurf. Daraufhin erlässt der Bischof das Erste Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013 bis 2016.
  • Erlass der Dekrete und weitere Anhörung: Auf der Basis des Gesetzes können dann die Dekrete zur Auflösung der bisherigen und Errichtung der neuen Pfarreien und Kirchengemeinden erlassen werden. Dies betrifft zunächst nur die Pfarreien der Zukunft, die zum 01.01.2020 errichtet werden. Zum Dekret werden die jeweils betroffenen Gremien nochmals angehört.

Des Weiteren bittet Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg die Gremien schon heute darum, in der Zeit zwischen Ostern und Ende Mai ent- sprechende Sondersitzungen einzuplanen. Zusammen mit den Unterlagen wird es als „Lesehilfe“ eine zweite Ausgabe der „EinBlicke“ geben. Sie wird mit den Unterlagen versandt, dem „Paulinus“ beigelegt, und ist dann gedruckt und online verfügbar.
Treffen aller Mitglieder der Räte am Samstag, dem 23.03.2019, von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr in Humes.

Zu den bereits am Montag, dem 11.02.2019, von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg angekündigten Informationsveranstaltungen erging am Donnerstag, dem 07.02.0219, über das Synodenbüro folgende konkrete Einladung für die „Pfarrei der Zukunft Lebach“:

Sehr geehrte Damen und Herren in den Gremien der Pfarreien, liebe Kolleginnen und Kollegen,
am 01.01.2020, also in knapp einem Jahr, will Bischof Dr. Stephan Ackermann die ersten 15 Pfarreien der Zukunft errichten. Das Bistum Trier bewegt sich damit auf einen besonderen Meilenstein in der Synodenumsetzung zu.

Vor der Errichtung der Pfarreien der Zukunft ist es wichtig und rechtlich vorgesehen, dass der Bischof die Gremien anhört, die von den Veränderungen betroffen sind. Im April werden wir die nötigen Unterlagen für dieses Anhörungsverfahren verschicken. Vorbereitend zu diesem schriftlichen Verfahren möchten wir Ihnen die Gestaltung der Pfarreien der Zukunft persönlich vorstellen.

Weihbischof Robert Brahm und Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg laden Sie daher herzlich zu einer Informationsveranstaltung für die geplante „Pfarrei der Zukunft Lebach“ am Samstag, dem 23.03.2019, von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr in den Pfarrsaal nach Eppelborn, In der Humes 29, ein. Anmeldungen werden erbeten an das Dekanat Illingen, Tel. 06825/4030680 oder per Mail: dekanat.illingen@bistum-trier.de.
ODER bis am Donnerstag, dem 21.03.2019, im Pfarrbüro in Hüttersdorf.

Die Veranstaltung hat zwei Teile:

1. Information: Der Weihbischof, der Generalvikar und Mitglieder der Bistumsleitung werden einen Überblick über die Pfarreien der Zukunft geben:

  • Was sind die Gründe für die tiefgreifenden Veränderungen?
  • Welche pastoralen Orientierungen gibt es für die Pfarreien der Zukunft?
  • Welche Gremien soll es zukünftig geben?
  • Wie wird der Übergang gestaltet?

2. Austausch: In einem zweiten Teil, nach einer Pause, gibt es die Möglichkeit, auf Ihre Fragen einzugehen.

Liebe Verantwortliche in den Räten, liebe pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit diesen Veranstaltungen wollen wir im Austausch mit Ihnen beginnen, die Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier zu verwirklichen. Die Orientierung für die Pfarreien der Zukunft geben uns die Perspektivwechsel der Synode: Bischof Stephan schreibt dazu im Vorwort des Abschlussdokuments: „Wie und wozu wollen wir angesichts der rasanten gesellschaftlichen Veränderungen des dritten Jahrtausends Kirche sein? Diese Frage hat die Synode beschäftigt. Ihre Antwort soll die Kirche im Bistum Trier prägen: Wir wollen entschieden an der Seite der Menschen stehen und bewusst von den Charismen leben, die der Herr uns in dieser Zeit schenkt. Dabei sind wir überzeugt davon, dass die Frauen, Männer, Kinder und Jugendlichen in unserem Bistum in weiten pastoralen Räumen ansprechende Gemeinschaften bilden und sich einander im Glauben stärken können. In all unseren gemeinsamen Beratungen, in unserem Miteinander-Ringen, im Stocken und im Vorankommen dürfen wir uns von der Freude an der Botschaft inspirieren lassen, die wir als Kirche Jesu Christi leben und bezeugen.“

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen.

Das Synodenbüro

in der Pfarreiengemeinschaft Schmelz

Wichtige Termine im Rahmen des Anhörungsverfahrens

Da die Anhörung in die Zeit der Kar- und Ostertage und in der Folge der Erstkommunionen fällt, haben wir uns in der Pfarrerkonferenz des Dekanates Dillingen dafür ausgesprochen, die beiden vom Generalvikar angesprochenen Termine jeweils gemeinsam mit allen Ratsmitgliedern durchzuführen.

Daher lade ich bereits heute alle Mitglieder der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte, des Pfarreienrates und der Verbandsvertretung am Montag, dem 06.05.2019, und am Dienstag, dem 14.05.2019, jeweils um 19.30 Uhr in die Alte Kirche nach Limbach zu einem gemeinsamen Treffen im Rahmen des Anhörungsverfahrens ein.

Thomas Damke, Pfarrer