Bei den Menschen sein - Seelsorge heute

Lukas 16, 19-22
Armer reicher Mann
Walter Quintus
  Lukas 15, 20-22
Er fiel ihm um den Hals und küsste ihn
Walter Quintus
Wer reich ist hat Verantwortung für den, der arm ist!
Solidarische Gerechtigkeit oder gerechte Solidarität.
Lieben heißt: Sehen was der Andere braucht!
Ein Bett für die Nacht, das Brot auf dem Tisch und einen Menschen der zu mir sagt, dass er mich
mag: Existenzminimum.
Nicht die Reste der Satten.
Wohl aber das gerecht geteilte Mittel zum Leben. Arbeit und Autonomie.
Alt, krank, behindert — solidarische Mitnahme auf den Weg der Nächstenliebe und der gegenseitigen Hilfe in Verantwortung. Alle sind Abbilder Gottes, seine Töchter und Söhne unsere Schwestern und Brüder — das muss erlebbar sein.
Unsere Verkündigung ist nur würdig und recht, wenn sie authentisch in der Lebenspraxis belegt ist.
Denn auf der Basis von Vertrauen (Glaube), Lebensbejahung (Hoffnung) und Beziehungsfähigkeit (Liebe) geht es um das Erscheinungsbild und die Glaubwürdigkeit diakonischen Handels.
Der Akzent ist deutlich: für die Armen
Nicht die ausladen, die intern kirchenkritisch sind, sondern die, die ihrer Verantwortung als Reiche nicht gerecht werden.
  Nur eines ist wichtig: Du bist wieder da, daheim bei mir.
In der Umarmung erlebt der Sohn seine wahre Heimat. Im Kuss der Vergebung erahnt er seine
Heimstatt — sein Zuhause — das neue Leben.
Such die Umarmung und Vergebung wird dir geschenkt.
Frohbotschaft des Lukas: Gott ist wie ein barmherziger Vater.
Freiheit, Zeit und Geduld sowie permanente Begrüßungsbereitschaft mit Wiederaufnahme und offener Tür.
Eine Botschaft voller Hoffnungskraft .
Eine Ermutigung zum Glaubensleben .
Eine Einladung zur ewigen Liebe.
Ein Gottesbild voller Güte und Verstehen.
Keine Worte — nur Empfang — einen Kuss zur Begrüßung.
Keine Verdammnis — herzliche Umarmung.
Keine Vorwürfe — Ring der Würde.
Keine Befragung — Kleid zum neuen Leben.
Nicht hinaus in Kälte und Finsternis, sondern Fest im Licht der Vergebung.
Nicht Wasser und Brot, sondern Labung am Wein und Freude am festlichen Saal, in dem das neue Leben aufgetischt wird.
In den Armen Gottes ist der Himmel.

 


Tobit 2, 3-5
Er trug den Toten und begrub ihn
Walter Quintus

   
Sterbende begleiten, Tote begraben und Trauernde trösten.
Diese Dienste lassen etwas von dem erahnen, was eine der vornehmsten Aufgaben der Kirche Gottes ist — die Diakonie.
Bestimmt gehören Geburt und Tod zu den spannendsten Momenten unserer Existenz.
Taufe und Requiem sind unzertrennlich miteinander verbunden.
Bei Geburt und Tod hält für eine kleine Zeit die Welt den Atem an: Empfang und Abschied — Kommen und Gehen. Guten Tag und Auf Wiedersehen.
Dem Sterbenden eine Ostergeschichte erzählen, bei ihm bleiben und die Hand halten. Erleben der Zusage — ich bin bei dir.
In der Hoffnung auf den Himmel den Toten zu Grabe tragen, für ihn den „Gottesdienst der Dankbarkeit" feiern und den Trauernden Zeit, Nähe und Trost anbieten, das ist wahrhaft diakonische Seelsorge in unseren Gemeinden.
Immer neu, herausfordernd, persönlich und einmalig stellt sich dieser Dienst ein.
Kein „Trauerfall" sondern:
Ein Mensch ist gestorben.
Schenk ihm das Neue Leben.
In deinen Armen, Herr, ist er im Himmel. Amen.
   

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