Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner ablegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Anregungen zu den Kar- und Ostertagen

weitere Angebote folgen in Kürze


Zum Schmerzensfreitag

Heute, am Schmerzensfreitag, dem Freitag vor Palmsonntag, sollte eigentlich in Außen die traditionelle Lichterprozession vom "Alten Turm" bis hin zur Pfarrkirche St. Marien stattfinden. Auch in der Filialkirche in Michelbach, die auch der Schmerzhaften Muttergottes geweiht ist, wäre am heutigen Tag ein Wallfahrt mit Heiliger Messe gewesen.

Vertrauen wir uns daher in einem der ältesten Mariengebete der Gottesmutter an:

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau!
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin!
Versöhne uns mit deinem Sohne,
emfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne! Amen.


Zitat des Malers Vincent van Gogh

Vincent van Gogh war nicht nur ein genialer Maler. Von ihm stammen auch Weisheiten, die heute noch aktuell sind.


Der Herr ist mein Hirte

Einer der beliebtesten Psalmen ist Psalm 23. Gerade in der jetzigen Zeit kann er uns Mut, Zuversicht und Hoffnung geben:

Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.

Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Meine Lebenskraft bringt er mir zurück.

Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, treu seinem Namen.

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir,

dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.

Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.

Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und

heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeit.


Eine Anregung für heute

Musik bereichert unser Leben

Hören oder singen wir doch heute mal ein Lied, das uns gut gefällt.


Anregungen zum 5. Fastensonntag

  • Wegweiser zum Sonntag

    Ende März liegt die dunkle Jahreszeit schon weit zurück. Durch die Anzeichen des Frühlings ist das Lebensgefühl positiver gestimmt. Die Natur erwacht zu neuem Leben. Vielleicht ist dies ein hilfreicher Zeitpunkt für dieses Evangelium vom Tod eines Freundes. Man verkraftet diese Fragestellung leichter. Schließlich macht uns das Sterbenmüssen immer wieder neu betroffen, und jede Zuhörerin, jeder Zuhörer hat schon Sterbegeschichten aus seiner näheren Umgebung mitbekommen. Hier bietet sich dieses Evangelium an als Lebenshilfe. Es will Vertrauen wecken, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und wir ihm nicht machtlos ausgeliefert sind. Woher aber kommt diese Macht für uns?
    Jesus hatte einen Freund namens Lazarus. Er kannte ihn, war ihm eng verbunden und war deshalb durch seinen überraschenden Tod menschlich mitgenommen. Er war bewegt und erschüttert und weinte sogar. In diese Beziehungsgeschichte Jesu ist die Antwort eingebettet, dass von ihm die Macht des Lebens ausgeht. Er zeigt sich gegenüber Lazarus als Herr des Lebens.
    Dieser Beistand ist für einen jeden von uns vorgesehen. Die Frage ist nur, wie jeder diese Macht Jesu für sich entdeckt. Deshalb will uns die ausführliche Darstellung dieser Begebenheit mitnehmen in die Fragen nach Leben und Tod. Die menschliche Anteilnahme Jesu wechselt ab mit hoheitlichen Aussagen des Johannesevangeliums über ihn und möchte die Hörer einladen, Jesus zu erkennen.
    Ein bestimmter Mensch ist gestorben, was nun? Jesus soll hinzukommen. Er kommt gewiss hinzu, wann immer wir ihn darum bitten. Er ist das Heilmittel gegen unsere Hilflosigkeit im Umgang mit Sterben und Tod. Das Evangelium ist gleichsam die Apotheke seines Wortes, das uns hilft zu leben. Seit dem Aschermittwoch gibt es besondere Gelegenheiten, das Bitten einzuüben, damit Jesu Gegenwart nicht im Konjunktiv bleibt – „Herr, wärest du hier gewesen“ –, sondern zur Gewissheit wird.

    (aus: Die Botschaft heute, Aachen, März 2020)

  • Gebet: Betrifft

    Die meisten Leute fragen
    bei großer Betroffenheit:
    Gott, wo bist du?

    Die größte Betroffenheit
    entsteht jedoch,wenn ich frage:
    Gott, wo bin ich?

    Ohne Antwort sind wir nicht.
    Gott gab sie uns in Jesus Christus!

    Ich finde mich,
    indem ich mich
    von ihm finden lasse:
    „Komm heraus!“

    Seine Stimme betrifft mich
    und holt mich heraus
    in seine Gegenwart,
    wo ich bleibe.

    Karl Enderle
    (aus: Die Botschaft heute, Aachen, März 2020)

  • Evangelium des 5. Fastensonntags, Joh 11,1-45

    Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben+Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

    In jener Zeit war ein Mann krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten.Maria ist die, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar abgetrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank.Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank.Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus.Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen.Die Jünger entgegneten ihm: Rabbi, eben noch wollten dich die Juden steinigen, und du gehst wieder dorthin?Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. So sprach er. Dann sagte er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden.Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf.

    Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lazarus ist gestorben. Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war; denn ich will, dass ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen. Da sagte Thomas, genannt Didymus -Zwilling -, zu den anderen Jüngern: Dann lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben. Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes,der in die Welt kommen soll. Nach diesen Worten ging sie weg, rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte zu ihr: Der Meister ist da und lässt dich rufen. Als Maria das hörte, stand sie sofort auf und ging zu ihm. Denn Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen; er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte

    Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass sie plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten, sie gehe zum Grab, um dort zu weinen. Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb? Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!

    Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

    (Quelle: https://www.erzabtei-beuron.de/schott/register/fastenzeit/schott_anz/index.html?file=fastenzeit%2Fwoche5%2FSonntagA.htm)

  • Fürbitten

    Einleitung: Der Gott des Lebens will uns und alle aus ihren Toden erretten;zu ihm rufen wir:

    Wir bitten für alle am Corona-Virus Erkrankten, für alle, die um ihr Leben kämpfen.
    Für alle, die in den medizinischen und pflegerischen Berufen für die Kranken und für alte Menschen im Einsatz sind.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Wir beten für alle,die um ihren Arbeitsplatz fürchten oder in ihrer Existenz bedroht sind.
    Für alle, die im Dienst für uns und die Gesellschaftgerade auch in der Krisenzeit arbeiten –oft unter erschwerten Bedingungen.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Wir beten für die Menschen in den vielen Ländern mit einem nur wenig ausgebauten Gesundheitssystem.
    Für Arme weltweit und für Menschen ohne Obdach bei uns, denen schon die Einhaltung von Hygieneregeln nur schwer möglich ist.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Wir beten für alle Menschen auf der Flucht,besonders für die auf den griechischen Inseln.
    Für alle, die vor Ort, mit begrenzten Möglichkeiten und trotz Anfeindungen helfen.
    Für alle, die angesichts der Not ihre Ohnmacht spüren.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Wir bitten für die Arbeit des Hilfswerks Misereor und für alle, die mit Misereor zusammenarbeiten im Einsatz für Frieden und Entwicklung.
    Für alle, die durch die Projekte Hilfe bekommen und Hoffnung erfahren.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Wir bitten für die Christinnen und Christen,die sich zu Gebet und Gottesdienst verbinden,
    auch ohne dass wir zusammenkommen können;
    und für alle, die dafür zu neuen kreativen Wegen einladen.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Wir beten für alle, die es nur schwer aushalten können,zu Hause allein oder nur mit der Familie zusammen zu sein.
    Besonders für die vielen tatsächlich oder vielleicht Corona-Infiziertenin strenger Quarantäne.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Wir bitten für uns selbst in unseren  mit den Sorgen um Menschen in der Familie und im Bekanntenkreis.
    Für unsere Toten und alle, die um sie trauern.
    Gebets-Stille -V: Du Gott des Lebens. –A: Wir bitten dich, erhöre uns.

    Abschluss-Gebet: Du, Gott, begleitest uns auf allen Wegen.
    Du führst uns durch den Tod zum Leben.
    Dich loben und preisen wir jetzt und allezeit. Amen

    (Quelle: Bistum Trier Newsletter)

  • Text: Hintergrund

    Hintergrund
    der
    Welt
    bildet
    abgrundtiefe
    abgrundhohe
    unendliche
    Liebe,
    darin geborgen
    Menschlein
    Tierlein
    Pflänzlein
    erdlich
    endlich.

    Karl Enderle
    (aus: Die Botschaft heute, Aachen, März 2020)


Virtuelle Klagemauer

Eigentlich hätte in der Karwoche unser „Versöhnungsweg für Erwachsene“ stattfinden sollen.

Aufgrund der aktuellen Situation ist dies aber leider nicht möglich.

Wir haben uns nun überlegt, die Klagemauer - ein Element dieses Weges - virtuell aufzugreifen.

Das heißt, sie sind eingeladen, uns ihre Bitten, Sorgen und Ängste aber auch Ihre Freude und Ihren Dank per Mail: versoehnungsweg@pg-schmelz.de

oder per WhatsApp: 0160 7513025,

oder per Post: Marienstraße 15, 66839 Schmelz

zukommen zu lassen.

Wir werden diese ausdrucken und mit ins Gebet und in die stillen Gottesdienste nehmen. Alle Zettel werden dann in der Osternacht im Osterfeuer verbrannt.

Gebet:

Gott, du hast niemals versprochen, dass es mir immer gut geht, dass ich niemals Not leide oder Schwierigkeiten ausgesetzt bin.

Aber du hast mir versprochen, dass du immer zu mir stehst und mir Kraft gibst, was immer das Leben auch mit sich bringt.

Du bist mein Halt in den schweren Stunden meines Lebens. Du trägst mich in den ärgsten Nöten. Dafür danke ich dir. Amen.


Kreuzweg für Erwachsene

Uns grünt die Hoffnung

Frauen aus dem Bistum Trier haben gemeinsam mit dem Hungertuch-Künstler Uwe Appold die Bilder zu den Stationen der Kreuzwege gestaltet.

In der Pfarrkirche "St. Marien" Schmelz-Außen liegen Hefte zum Mitnehmen aus.

PDF-Dokument zum Herunterladen

weitere Ideen zur Gestaltung der Fastenzeit: fastenaktion.misereor.de/fastenaktion-liturgie


Wir können die Krisenzeit auch zum Kräftesammeln nutzen


Einladung zu einem Zeichen der Verbundenheit

Um ein gemeinsames Zeichen der Verbundenheit zu setzen, laden die deutschen Bischöfe ein, an den Sonntagen um 19.30 Uhr die Glocken zu läuten. Wo möglich kann dieses Läuten jeden Abend geschehen. Damit soll ein Zeichen der Verbundenheit mit allen Menschen gesetzt werden, aber auch ein Aufruf zum Gebet, besonders für die Erkrankten und die Pflegenden und alle Helferinnen und Helfern.

Als weiteres Zeichen wird dazu eingeladen, in dieser Zeit eine brennende Kerze in ein Fenster zu stellen.

Diese Einladung gilt auch für Gründonnerstag und ausnahmsweise (!) am Karfreitagabend. An Ostern sollen die Glocken um 10.30 Uhr läuten.

Wir wollen in unserer Pfarreiengemeinschaft diese Einladung aufgreifen, d.h. an den Sonn-und Werktagen um 19.30 Uhr und an Ostern um10.30 Uhr, wie vor Ort üblich, mit den Glocken läuten und uns so zu einer großen Gebetsgemeinschaft verbinden.

Auch lade ich dazu ein, als Zeichen der Verbundenheit, wo immer es möglich ist, in dieser Zeit des Gebetes eine Kerze in ein Fenster zu stellen.


Brief von Pfarrer Thomas Damke an die Pfarrangehörigen

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Pfarrangehörige in unseren Pfarreien,

diese Fastenzeit ist tatsächlich eine wirkliche intensive und geistliche Herausforderung. Seit der Entscheidung des Bistums von gestern kommen viele Rückmeldungen, die Verständnis für die Absage der öffentlichen Gottesdienste und alle Veranstaltungen haben.

Ich möchte Sie herzlich einladen, in dieser schwierigen und außergewöhnlichen Situation für betroffene Menschen und für uns alle zu beten und Formen des gemeinsamen Gebetes zu suchen, die andere nicht gefährden.

Auf diesem Wege möchte ich gerne einen Vorschlag weitergeben, den ein Kollege von mir gemacht hat: 

Ein schönes und altes Gebet „der Verbundenheit“ ist der „Angelus“ (Engel des Herrn). Der früher (und z. T. heute auch noch) morgens, mittags und abends gebetet wurde. Vielleicht beten wir dieses Gebet in geistlicher Verbundenheit miteinander – entweder morgens, mittags oder abends. Verbinden wir uns mit diesem Gebet betend mit anderen Menschen.

Zusätzlich möchte ich Sie einladen, das „Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie“ unseres Bischofs Dr. Stephan Ackermann zu beten.

Das Gebet und auch das „Angelus-Gebet“ finden Sie am Ende meines Briefes.

Wir sind eingeladen, die Fastenzeit und vor allem die nicht einfache Zeit der Corona-Pandemie geistlich zu „nutzen“ und sich für die kommende Zeit stärken zu lassen. 

Es gibt wirklich Menschen, die behaupten man könne sich bei gottesdienstlichen Feiern nicht anstecken, weil Gott „im Spiel sei“. Ich erinnere an das Evangelium von den Versuchungen Jesu am 1. Fastensonntag. Da fordert der Teufel Jesus auf, von den Mauern des Tempels zu springen, weil Gott ihn schon retten werde. Jesus lehnt dies mit dem Hinweis ab, man solle Gott nicht versuchen und auf die Probe stellen. Im Moment scheint sich mir diese Situation zu wiederholen. Der "Versucher" hat interessante fromme
Gedanken.

Jetzt heißt es einfach Menschen - vor allem alte, kranke und gefährdete Menschen -, aber auch sich selbst, vor der Ansteckung zu schützen. 

Eine „gottesdienstlose Zeit“ heißt ja nicht eine „gottlose Zeit“. 

Ich wünsche Ihnen alles Gute, guten Mut und vor allem Gottes begleitenden Segen! Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Thomas Damke, Pfarrer

Das „Angelus-Gebet“ (Engel des Herrn)

V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft 
A: und sie empfing vom Heiligen Geist.
V: Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen,und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
A: Heilige Maria, Mutter Gottes,bitte für uns Sünderjetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
V: Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn
A: mir geschehe nach Deinem Wort.
V: Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade...
A: Heilige Maria, Mutter Gottes...
V: Und das Wort ist Fleisch geworden
A: und hat unter uns gewohnt.
V: Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade...
A: Heilige Maria, Mutter Gottes...
V: Bitte für uns Heilige Gottesmutter
A: auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.
V: Lasset uns beten. Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.

 

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie (von Bischof Dr. Stephan Ackermann)

Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt
kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren;
  • für die Menschen, die am Virus verstorben sind, und für diejenigen, die im Dienst an den Kranken ihr Leben gelassen haben.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt, unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit.

Amen.